Algen

Blaualgen

Sie können besonders schnell nach der Neueinrichtung eines Aquariums auftauchen. Sie nutzen gerne die Situation im Aquarium, wenn das ganze System noch nicht richtig eingespielt ist. Blaualgen sondern auch giftige Stoffe ab. Man erkennt sie an blaugrünen, manchmal auch braunschwarzen. hautartigen Uberzügen auf Blättem, Steinen, Holz und Bodengrund. Ihres schmierigen Eindruckes wegen nennt man sie auch Schmieralgen Und man riecht sie deutlich (für manche Nasen sogar penetrant): Wenn man sich im Aquarium zu schaffenmacht oder sie absaugt-

Im Gegensatz zu den Grünalgen signalisieren diese Algen: Alarm, zu viele Nährstoffe imWasser, es wird nicht gut genug gepflegt. So bald man sie ortet, sollten sie mit einem Abziehschlauch schnell und so lange immer wieder entfernt werden, bis sie endgültig verschwunden sind. Das dauert manchmal etwas länger. meistens aber nur einige Tage. Zum Glück lassen sie sich auf diese Weise leicht entfernen. Auf regelmäßigen Wasserwechsel achten.


Bart- und Pinsel Algen

Neben den Blaualgen werden im Aquarium kaum Algen lästiger als die zu den Rotalgen zählenden sogenannten Bart- , Pinsel- und Pelzalgen. Diese Algenarten können Pflanzen, Steine und Holzteile in Massen überfallell: die Bartalgen als dicht wachsende Fäden, vorwiegend an Blatträndern und Stielen, die Pinselalgen als dichte Büschel auf Blättern, Wurzeln und Steinen. Sie haben sogar die Befähi- gung, sich rasenartig zu verbreiten.

Diesen Algen gemeinsam ist eine schwärzliche, schmutzig grüne Färbung. Die rote Farbe ist überdeckt, sie kommt jedoch zutage, wenn man die Algenfäden in Spiritus legt. -

Auch hier ist festzustellen, daß eine chemische Bekämpfung nur dann sinnvoll ist, wenn damit eine »pflanzengerechte« Verbesserung des Aquarienmilieus verbunden ist.




Kieselalgen

Die braunen Kieselalgen werden im Aquarium kaum zu solch einer Plage, wie dies Blau-, Bart- und Pinselalgen"werden können. Wenn, dann tauchen sie als schmierig-brauner Belag auf, selten fadenförmig . Eine der häufigsten Ursachen für ihr Auftreten sind mangelhafte Lichtverhältnisse und die daraus resultierenden schlechten Assimilationsleistungen der Pflanzen. Geringe Sauerstoffwerte im Wasser fördern aber die Bildung dieser Algenart. Wird die Lichtleistung im Aquarium verbessert, verschwinden diese Algen in der Regel nach kurzer Zeit.



Grünalgen

Auch Grünalgen werden selten zu einer Plage im Aquarium. Sie kommen in ihren Lebensansprüchen den höheren Pflanzen am nächsten. Wir erkennen sie an ihrer deutlich grünen, vorwiegend sogar hellgrünen Farbe. Durch ihre watteartigen, fadenförmigen und büschelartigen Wuchsformen sind sie auch mit der Hand oder entsprechendem Gerät leicht zu entfernen




Gegenmaßnahmen

Ist es aber doch einmal passiert, daß sich Blau- oder Grünalgen zur Plage ausgewachsen haben, dann stehen dem Aquaianer als »Notbremse« die chemischen Algen-Bekämpfungsmittel zur Verfügung. Doch Vorsicht ist hier immer geboten! Gerade hier wird man berücksichtigen müssen, daß die Mittel- je nach Konzentration -nicht nur den Algen, sondern auch den Aquarienpflanzen schaden können. Charakteristisch für gute Algenbekämpfungsmittel ist die Eigenschaft, in verdünnter Lösung nur die Algen und erst in stärkerer Konzentration auch die Pflanzen anzugreifen.

Bei Anwendung solcher algizider Mittel ist es wichtig, unbedingt die in der Gebrauchsanweisung vorgeschriebenen Konzentrationen exakt einzuhalten.

Der Erfolg aller Algen-Bekämpfungsmaßnahmen wird aber letztlich davon abhängen, wie sehr es gelingt. durch Wasserwechsel und erttsprechende Frischwasser- Aufbereitung den Pflanzenwuchs wieder aktiv und damit das System des Aquariums gegen Algen wieder immun zu machen.

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