Wassertechnik

Theoretisch läßt sich eine Ansammlung schädlicher Stickstoffverbindungen durch Einbau eines wirksamen Filters vermeiden. Cichliden sind jedoch sehr große Fische und setzen große Mengen fester und flüssiger Stoffwechselprodukte frei. Darüber hinaus kommen afrikanische Cichliden in der Natur oft in großen Schwärmen vor. Aquarienhaltung in solchen Gruppen senkt erfahrungsgemäß die Aggressivität der Tiere, steigert aber die Abfallbelastung des Wassers, Eine wirksame biologische Filtration ist in einem Cichliden- Becken unverzichtbar, muß aber durch regelmäßigen Teilwassserwechsel ergänzt werden. Malawi-See-Cichliden brauchen alle 7 bis 10 Tage einen 30 bis 50 %igen Wasserwechsel. In dicht besetzten Aquarien muß entsprechend mehr Wasser ausgetauscht werden.

Malawi-Cichliden vertragen einen regelmäßigen Austausch bis zu 85 % sehr gut..

Beachten Sie immer daß im Vergleich zum Aquarienwasser das frisch zugeführte Wasser nicht mehr als 1°C Temperaturunterschied besitzt und gleiche chemische Eigenschaften hat.

Normalerweise beeinträchtigt der Chlorgehalt der meisten Leitungsnetze das Wohlbefinden ausgewachsener Cichliden-Arten nicht. Auch Filterbakterien werden häufig nicht geschädigt. Einen Wasserwechsel bei Fischbrut führen Sie am sichersten mit aufbereitetem Leitungswasser aus.

Chloramin-Verbindungen sind stabiler als elementares Chlor und schwerer zu neutralisieren. Die Verbindung kann jedoch mit einer zwei- bis dreifachen Dosis handelsüblicher Aufbereitungsmittel aufgebrochen werden. Das freiwerdende Ammoniak bleibt dabei als Problem erhalten. Ammoniakreste stellen für Malawi-Cichliden ein größeres Problem dar als für Fluß-Cichlidcn, da die erstgenannten in alkalischem Wasser leben. Unter diesen Bedingungen kommt jedoch Ammoniak verstärkt in der neutralen und giftigen NH³-Form vor. WechseIn Sie häufig kleine Wassermengen aus, um Chloramin-Verbindungen zu beseitigen Beachten Sie die Hinweiße des HersteIlers genau, wenn Sie im Handel erhältliche Mittel einsetzen. </td>



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