Fütterung

Fütterung

Nahrungskonkurrenz stellt für freilebende Fische einen entscheidenden Umweltfaktor dar der das Zusammenleben innerhalb der Art und zwischen den Arten stark beeinflußt. Aufgrund der schon von Darwin erkannten Überproduktion an Nachkommen erreichen alle Lebewesen auch bei reichlichem Futterangebot einmal die "Grenzen ihres Wachstums". Entsprechend entwickelten sich verschiedene Mechanismen, durch die Futterangebot und Populationsdichte aneiander angeglichen werden. Hierzu gehört bei den Fischen u. a. das Revierverhalten. Tiere mit eineni günstigen Revier besitzen in Notzeiten den besseren Zugriff zu den Ressourcen, schwächere Tiere in schlechten Revieren überleben solche Situationen nicht.

Gemeinsam vorkommende Cichliden entwickeln in Evolution unterschiedliche Ernährungsweisen und vermeiden so die Konkurenz. Die Ernährungsunterschiede lassen sich auch bei Malawi- Cichliden teilweise schon an Größe, Stellung sowie Form von Maul und Lippen erkennen. Cichliden lassen sich nach ihrer Ernährung in vier Gruppen einteilen: Allesfresser, PIanktonfresser, Fisch- und Pflanzenfresser. Die Nahrungsansprüche muß man bei der Haltung bedenken. Glücklicherweisee ist dies bei dem weit­gefächerten Angebot an Marken-Fertiglutter leicht möglich. Verfüttern Sie keine Tubifex an Cichliden, da dies bakterielle Infektionen hervorrufen kann.Verfüttern sie auch kein Rinderherz. Immer noch bereiten manche Aquarianer Rinderherz mit geheimen Beimischungen selbst her, in der Annahme, ihren Fischen etwas besonderes zu bieten. Abgesehen davon daß der Aufwand kaum lohnt, darf Säugetierfleisch an Fischen nur sparsam verfüttert werden


Alle Cichliden neigen unabhängig von ihrem Ernährungszustand im Aquarium zur Gefräßigkeit. In der Natur nehmen Pflanzenfresser weitgehend rohfaserreiche Substanzen zu sich wie z.B. Algen oder organischen Abfall. Da diese Nahrung wenig Nährstoffe enthält müssen die Tiere viel davon fressen. Diese Gewohnheit behalten sie im Aquarium auch dann bei, wenn ihre Nahrung gehaltvoller ist. Räuber dagegen erwischen in der Natur so selten eine Beute, daß sie sich bei günstiger Gelegenheit voll fressen. Sie werden sich bei regelmäßiger Fütterung überfressen.

Bedenken Sie dies bei der Fütterung. Überfütterung mit proteinreichen, baIlaststoffarmen Futter kann die Gesundheit der Fische beeinträchtigen und erschwert die Regulation des Stickstoflkreislaufs. Füttern Sie regelmäßig und beachten Sie die entsprechendcn Nahrungsansprüche ihrer jeweiligen Arten. Füttern Sie nicht mehr, als die Fische in 5 Minuten auffressen. Führen Sie notfalls einen wöchentlichen Fastentag ein das ist auch unter natürlichen Bedingungen nicht ungewöhn1ich.

Druckbare Version
Seitenanfang nach oben