Wartung

Routine-Wartung

Zur routinemäßigen Wartung gehören Reinigung der Scheiben, Wartung des Filters, Reinigung des Bodensubstrats und regelmäßige Teilwasserwechsel. Dies muß um so häufiger ausgeführt werden, je mehr Fische im Aquarium leben. Die Beleuchtungsstärke hat einen Einfluß auf das Algenwachstum.

Reinigen Sie alle 3 bis 4 Tage die Frontscheibe mit einem Scheibenreiniger. Viele Algen sind leicht zu beseitigen, wenn sie noch nicht zu lange gesiedelt haben. Hartnäckiger Algenbelag läßt sich nur mit einer Rasierklinge entfernen. Algenbewuchs auf Seiten- und Rückwand unterstützt die Regulierung des Stickstoff-Kreislaufs und sollte nicht bekämpft werden.

Massenvermehrungen blau-grüner Algen treten bei Überbesatz und zu viel Licht auf. Dies läßt sich nur durch Beseitigung der Ursachen bekämpfen. Kontrollieren Sie die Filter täglich. Beobachten Sie, ob der Wasserrückfluß abnimmt oder das Filtermedium verunreinigt erscheint. Reinigen Sie den Filter in diesem Fall mit Aquarienwasser, damit die Filterbakterien nicht geschädigt werden.

Spülen Sie das Filtergefäß aus und reinigen Sie die Zu- und Abflüsse mit Bürsten, um einen guten Durchfluß zu gewährleisten. Beachten Sie die Anweisungen des Filterherstellers genau. ,

Bedenken Sie, daß Malawi- Cichliden Änderungen der Wasserzusammensetzung unterschiedlich gut vertragen, wenn Sie einen Wasserwechsel durchführen. Je stärker das Becken besetzt ist, desto häufiger sollten Sie 25% des Wassers auswechseln. Der Wasserwechsel läßt sich leicht mit einer Bodenreinigung verbinden. Nur bei großen Arten, die viel Abfall produzieren, sollten Sie den Bodengrund bei jedem Wasserwechsel absaugen. In anderen Fällen reicht eine monatliche Bodenreinigung völlig aus.

Die folgende Liste vereinfacht die Routine-Wartung:

Arbeiten alle Filter und Belüftungssteine normal ( Falls nicht, warum?

Liegt die Wassertemperatur im gewünschten Bereich?

Ist das Aquarienwasser sauber und riecht es frisch?

Entspricht die Zahl der vorhandenen Fische dem bekannten Besatz?

Ist das Aussehen der Fische verändert? Ist ihre Atemfrequenz normal?

Ist das Verhalten anders .als normal? Hängen die Tiere bewegungslos an der Oberfläche? Verweigern sie die Nahrungsaufnahme? Sind sie aggressiver als sonst?

Sollten Auffälligkeiten auftreten, kontrollieren Sie sofort die Funktion des Filters und der Heizung. Suchen Sie nach vermißten Fischen und entfernen Sie tote Individuen. Graues Wasser -oft mit einem unangenehmen Geruch verbunden -ist ein Hinweis auf einen Ausfall des biologischen Filters.

Es ist oft von Verhaltensänderungen und Verfärbungen der Fische begleitet, wie z. B. erhöhte Atemfrequenz, dunklere Farbe und Schreckhaftigkeit bei der kleinsten Störung. "Graues Wasser" tritt oft bei neu eingerichteten Aquarien auf und wird durch zu hohen Anfangsbesatz bei nicht gereiftem Filter verursacht (Nitrit- Wert testen). Aber auch voll aus- gereifte Filtersysteme können bei Überfütterung oder wenn nur ein weiterer Fisch eingesetzt wird, zusammenbrechen.

Nimmt klares Aquarienwasser einen gelblichen oder bernsteinfarbenen Ton an, so ist dies ein Hinweis auf Probleme im Stickstoffkreislauf. Kontrollieren Sie umgehend den pH-Wert. Eine saure Reaktion -besonders in sonst neutralen oder basischen Aquarien -deutet auf Fehler hin. Ursache kann ein neu eingesetztes Stück Holz oder eine Ansammlung von Stoffwechsel- rückständen sein. Testwerte von mehr als 0,01 ppm für Nitrit und mehr als 1 ppm für Nitrat belegen diese Vermutung.

Langsame Ansäuerung tritt besonders in Gebieten mit weichem Leitungswasser auf. Abgesehen von einer möglichen Nitrit-Vergiftung stellt die pH-Änderung für die Bewohner der ostafrikanischen Seen eine stärkere Bedrohung dar, als für die westafrikanischen Arten. Ein Einsatz von Korallen- Bruchstücken im Bodengrund bzw. Filter und regel- mäßige Wasserwechsel verhindern die Ansäuerung jedoch. Umfangreiche Wasserwechsel machen das Wasser meist stärker alkalisch. Denken Sie daran, daß dies die harmloseren Ammonium- Ionen in giftiges Ammoniak umwandelt. Dagegen hilft öfters ein Wasseraufbereitungsmittel .

Symptome von Sauerstoffmangel, wie z.B. kräftiges Atmen an der Wasseroberfläche und Farbwechsel, können auch ohne zunächst erkennbaren Grund, wie Pumpenausfall oder Wassertrübung, auftreten. In solchen Fällen können die Filterbakterien geschädigt sein oder das Wasser ist z. B. durch Insektizide, Reinigungsmittel oder Farblösungs- mittel verunreinigt. Testen Sie vor jedem weiterem Eingriff den Nitritgehalt. Werte über 0,01 ppm weisen auf Ansammlung von Stoffwechselprodukten hin. Reagieren Sie in diesem Fall wie oben beschrieben Fällt der Nitrit-Test negativ aus, ist ein fremder Wirkstoff, z. B. ein Insektizid eingedrungen- Entfernen Sie in diesem Fall das vorhandene Filtermaterial teil- weise aus dem Filter, geben Sie Aktivkohle zu und führen Sie einen 80 bis 90 %igen Wasserwechsel durch. Viele Insektizide sind in geringen Dosen wirksam, so daß ein mehrfacher Wasserwechsel nötig sein kann, um alle Reste zu beseitigen.

Die Aussichten für Fische mit Vergiftungserscheinungen sind schlecht, so daß Vorbeugen besser ist als Heilen. Stellen Sie daher nie irgendwelche Insektizid freisetzenden Strips mit dem Aquarium im gleichen Zimmer

auf. Versprühen Sie keine Gifte in der Nähe des Aquariums. Das gleiche gilt für Reinigungs- und Lösungsmittel. Halten Sie Einrichtungsgegenstände aus Holz und Aktivkohle von giftigen Substanzen fern, da sie diese aufnehmen und erst im Wasser wieder freisetzen. Entfernen Sie nach 2 Tagen die Aktivkohle und ersetzen sie diese notfalls durch frische oder durch anderes, möglichst eingefahrenes Filtermaterial.
Frühjahrsputz im Aquarium

Jedes Gemeinschaftsaquarium profitiert von einer großen Reinigung zu passender Gelegenheit, am besten zweimal im Jahr, und zwar mit sorgfältiger Planung der Reinigung.

Vor dem Aquarium werden . Zeitungen oder eine Plastikfolie ausgelegt. Als Vorsichtsmaß- nahme müssen Heizstab und Motorfillter vor dem Beginn der Reinigung ausgeschaltet werden. Wenn sie eingeschaltet bleiben und im Verlauf der Arbeiten aus dem Wasser herausragen, kann der Heizstab platzen und die Motorpumpe kann trockenlaufen. Alle großen Steine und HolzstÜcke werden aus dem Aquarium entfernt. 50- 75% des schmutzigen Wassers werden abgesaugt und durch Frischwasser ersetzt. Nachdem der Filter genügend Zeit hatte, das Wasser im Becken zu reinigen, kann mit der Wiedereinrichtung begonnen werden. Der Motorfillter darf nicht zur gleichen Zeit wie das Aquarium gereinigt werden, damit die Nitrifikationsbakterien im eingefahrenen Filter erhalten bleiben. Es ist das beste, die Fische etwa 24 Stunden vor der geplanten Reinigungsaktion nicht zu füttern.

Sie werden erstaunt sein, wie schnell sich die Fische wieder eingewöhnt haben, und wie sauber das Wasser nach dem "Großputz" ist.

Nach dem Auffüllen des Frischwassers nicht vergessen,

Heizung und Filter wieder einzuschalten

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